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Donnerstag, 21. Februar 2008

Putins letzte Pressekonferenz als Präsident

Warum sind die deutschen

Medien auf einem Auge blind?



Die jährliche große

Pressekonferenz im Kreml


Am 14. Februar 2008 gab Vladimir Vladimirovich Putin, Präsident der Russischen Föderation seine letzte Pressekonferenz als Präsident – mit einem Rückblick auf seine gesamte achtjährige Amtszeit und einem Ausblick auf die Aufgaben, denen sich Russland in der Zukunft gegenübersieht. Dabei stellte er sich allen Fragen der Journalisten. Die einzelnen Fragen zeigen durchaus auf, daß die Presse in Russland über eine Freiheit verfügt, nach der man in Deutschland nur mit Wehmut und Sehnsucht blicken kann.

In der Schriftart (Arial 11 Pkt) umfaßt die gesamte Pressekonferenz 58 Seiten. Mögen mir es die Leser nachsehen, nicht alles zu übersetzen und hier einzustellen – bis ich mit der gesamten Übersetzung fertig wäre, wäre die Aktualität nicht mehr gegeben. Dennoch bedaure ich die Kürze meiner Übersetzung und der Einstellung hier in das Internet-Wochenmagazin – denn die Brillianz Putins Antworten, die Erkennbarkeit seiner hohen Sachkompetenz läßt einen in Deutschland neidisch werden. Aber darüber berichtet die deutsche Presse natürlich nicht. Verschweigen eines Teiles der Nachrichten und gezielt falsche Berichterstattung oder maßloses Aufbauschen unwichtiger Nachrichten führt den deutschen Bürger in die Irre – macht ihn zum Hampelmann einer Gedanken- und Meinungskontrolle.

Deutsche Medien werden tagesaktuell gefüllt über die Steuerhinterziehung eines Herrn Zumwinkel, nun ehemaliger oberster Chef der Deutsche Post AG, und wahrscheinlich weiterer Hunderter anderer deutscher Steuerhinterzieher. Ursache scheint wohl die vollendete Spaltung der Gesellschaft zu sein, einer Spaltung, die der ehemalige Kanzler Kohl, Helmut, vor nun achtzehneinhalb Jahren bereits ankündigte: der überwiegende Teil der deutschen Bevölkerung soll bitterarm werden, und nur wenige dürfen sich maßlos die Taschen füllen (Aussage in einer Ansprache an das deutsche Volk im Deutschen Fernsehen im August 1989). Mit dieser Schandtat folgte Kohl lediglich den Vorgaben des weltweiten Finanz- und Machtkartells, dem Präsident Putin mit Erfolg widersteht.

In Deutschland trägt der Normalbürger die Hauptsteuerlast, während in Russland die Einkommensteuer nur 13 Prozent beträgt. In Deutschland steigen nur die Einkommen der Spitzenmanager, während die einfache Bevölkerung mehr und mehr in die Armut gedrängt wird, Brutto-Lohnerhöhungen mit viel Glück gerade einmal 5% betragen – vorausgesetzt, daß sich die Arbeitszeit um 7% verlängert, die Steuerlast erhöht und die Sozialabgaben bei verringerter Leistung ebenfalls steigen.

Aber da es in diesem Artikel um Russland geht, gebe ich kurz noch einige wenige Vorab-angaben. Die Löhne wurden in Russland alljährlich erhöht, im abgelaufenen Jahr 2007 um sage und schreibe 16,.. Prozent bei einer kontinuierlichen Einkommensteuer von nur 13%. So wird auch die Aussage Präsident Putins in seinem Ausblick bis zum Jahr 2020 verständlich, Aussage in der er als Ziel nannte, daß die Bürger in Russland den weltweit höchsten Lebensstandard erreichen sollen.

Eine derartig positive Aussage für die Bürger verträgt sich keineswegs mit der Propagandahetze der Westmedien, die Russland ein aggressives Verhalten unterstellen – wohl aber ist die Propagandahetze nahezu identisch mit den Propagandalügen der Bush-Junta, als sie fälschlich behauptete, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen – nur um den Irak anzugreifen um dem Irak das Öl zu stehlen.

Nun jedoch zur Pressekonferenz mit Präsident Putin:

V.Putin: Guten Tag, sehr geehrte Freunde, Kollegen!

Ich freue mich sie zu unserem traditionellen Treffen zu begrüßen und erlaube mir, wie üblich, mit dem Aufzählen der Resultate des abgelaufenen Jahres 2007 zu beginnen.

Einige Ziffern muß ich wiederholen. Ich werde das sehr kurz machen, aber dennoch wiederhole ich einige Dinge – und das mache ich mit Vergnügen, weil uns das Jahr 2007 Erfolg gebracht hat. Es genügt zu sagen, daß das Wirtschaftswachstum, wie ihnen bereits bekannt ist, 8,1 Prozent betrug, das ist eines der besten Resultate der letzten Jahre. Wie sie wissen, wenn wir von der Kaufkraft und dem Umfang der Wirtschaft ausgehen, haben wir solche Länder der G-8 überholt, wie Italien und Frankreich und Russland belegt jetzt vom Umfang seiner Wirtschaft her den siebten Platz in der Welt (gemäß der Angaben internationaler Experten).

Die realen Ausgaben der Bürger wuchsen um 10,4 Prozent, das reale Arbeitseinkommen um 16,2 Prozent, die realen Renten um 3,8 Prozent. Das ist ebenfalls ein Plus, ebenfalls höher als die Inflation um 3,8 Prozent, aber dennoch bleibt das Wachstum der Renten bedeutend hinter dem Wachstum der Arbeitseinkommen zurück. Denn am 1. Februar dieses Jahres haben wir bereits den Versicherungsteil der Renten auf 12 Prozent angehoben, am 1. April beabsichtigt man eine zweite Anhebung um 7,5 Prozent und am 1. August des gegenwärtigen Jahres eine Anhebung des Grundteil der Renten auf 15 Prozent. Dabei möchte ich besonders bemerken und unterstreichen, daß wir aufmerksam dem folgen werden, wie sich die Situation der Inflation entwickelt – die Regierung wird dies unbedingt durchführen – und das Wachstum der Renten-Ausgaben entsprechend der makroökonomischen Daten anpassen.

Das demographische Projekt entwickelt sich ebenfalls erfolgreich. Ich bemerke dies mit besonderem Vergnügen und besonderer Befriedigung, weil, wie sie wissen, (ich habe darüber schon mehr als einmal gesprochen) bestanden sehr viele Zweifel darüber, ob die Maßnahmen Wirkung entfalten, die wir im Bereich der demographischen Entwicklung unternehmen. Es schien, daß diese überhaupt nicht anstieg. Inzwischen war die Dynamik der Geburtenentwicklung im Jahr 2007 die Größte der letzten 25 Jahre, und Kinder wurden so viele geboren, wie dies die letzten 15 Jahre nicht mehr der Fall war. Und was besonders wichtig ist und mich freut es zu bemerken, wir erreichen geradewegs die Ziele, die vor uns lagen: die Zahl der zweiten und dritten Kinder in einer Familie hat sich bedeutend erhöht – um 10 Prozent: von 33 Prozent auf bis ungefähr 42 Prozent. Dabei gleichen wir, wie versprochen, alle Beihilfen in diesem Bereich, einschließlich des Mütter-Kapitals, an.

Sie erinnern sich, wir fingen mit 250 Tausend Rubel an (das Mütter-Kapital belief sich auf diese Summe). [N.B. 250 000 Rubel entsprachen damals ca. 7500 Euro]. Im Jahr 2008 wird es 271 Tausend betragen [NB 271 000 = 7527 Euro / Kurs 36 ] und im Jahr 2010 planen wir eine Summe um 307 Tausend Rubel [NB = 8527 Euro bei Kurs 36] in Abhängigkeit dessen, wie wir mit der Inflation zurechtkommen. Ich möchte unseren Bürgern versichern, daß die Regierung auch in der Zukunft streng der Erfüllung ihrer Verpflichtungen in diesem Bereich nachkommt.

Die Zahl der Bevölkerung mit Einkünften unterhalb des Existenzminimums: sie wissen, daß dieses eines unserer größten und vordringlichsten Probleme ist – die Armut der Bevölkerung. Mit Vergnügen möchte ich bemerken, daß wenn wir noch im Jahr 2000 im Land mehr als 30 Prozent der Bevölkerung in teuflischer Armut zählten, dann waren es im Jahr 2005 – ich gebe ihnen eine kurze Dynamik an – im Jahr 2005 waren es 17,7 Prozent, im Jahr 2006 15,3 Prozent und im Jahr 2007 schon weniger als 14 Prozent. Auch die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich, alles in allem sind es bei uns 4 mit wenigen, ich meine 4,3 Millionen.

Die industrielle Fertigung zeigt eine gute Wachstumsentwicklung. In den Jahren 2005 und 2006 überstieg das Wachstum der industriellen Fertigung noch nicht 4 Prozent, im Jahr 2007 betrug es bereits 6,3 Prozent. Davon profitierten die Bereiche der verarbeitenden Industrie. Einige Branchen wuchsen mit sehr hoher Geschwindigkeit. Dabei habe ich nicht nur den Dienstleistungsbereich im Blick, aber sagen wir im Bereich der Bauindustrie und darüber wissen sie gut Bescheid, ungefähr 20 Prozent, im Wohnungsbau noch mehr. Das ähnelt bereits einem Bau-Boom im Land.

Investitionen in das Stammkapital waren die größten aller vorangegangenen acht Jahre. Derartiges gab es auch nicht im Jahr 2000, als das Wirtschaftswachstum 10 Prozent betrug. Investitionen in Stammkapital beliefen sich auf 21,1 Prozent. Der reine Zufluß an Privatkapital in die Russische Föderation belief sich im vergangenen Jahr auf 82,3 Milliarden Dollar, dies ist zweimal mehr als im Jahr 2006, zwei Mal!

Das finanzielle Vermögen unserer Länder festigt sich. Die Goldvalutareserven vergrößerten sich um 170 Milliarden Dollar und nähern sich nebenbei bemerkt der halben Billion US-Dollar – genau 478,6 nach den letzten Angaben (eine winzige Verringerung trat auf in Verbindung mit der Änderung des Dollar-Kurses). Der Stabilitätsfond beläuft sich auf 3,84 Billionen Rubel. Die russischen Banken überstanden ausreichend leicht die Liquiditätskrise. Der Fond-Index wuchs um 20 Prozent, dies ist etwas weniger als im vergangenen Jahr, aber im vergangenen Jahr war es überhaupt ein Rekord. Und überhaupt wächst der Fonds-Markt Russlands in einem Rekordtempo: 20 Prozent – das ist kein schlechter Wert.

Die Probleme sind ebenfalls gut bekannt. Das größte Problem ist die Inflation. Es ist uns nicht gelungen dem Wachstum der Inflation Herr zu werden, die Geschwindigkeit des Anstiegs der Inflation überstieg die erwarteten Parameter: statt 8,5 Prozent ergaben sich 11,9 Prozent. Der Kampf gegen die Inflation wird eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung, aller führender Länder sein, vor allen Dingen des Wirtschaftsblocks und das im Jahr 2008 und während der Folgejahre.

So, das ist das, was ich zur Einführung sagen wollte. Ich werde sie nicht mehr mit langen Monologen und Ziffern ermüden. Ich bitte sie um die Fragen.

A.Gromov: Kollegen, Guten Tag. Eine Bitte, benutzt das Mikrophon, stellt euch vor. Bitte auf, fangen wir an.

Alexander Gamov, bitte.

A.Gamov: Vladimir Vladimirovich, bald kommt Ihre zweite Präsidentschaft zum Abschluß. Was war Ihrer Meinung nach der Haupterfolg, Ihre größte Leistung in der Position des Regierungsoberhauptes – und was ist Ihnen nicht gelungen? Was zählen Sie zu Ihren Hauptmißerfolgen in diesem Jahr? Danke.

V.Putin: Ich sehe keinerlei ernsthafte Mißerfolge.

Ich beginne mit dem Schlußteil Ihrer Frage. Alle gestellten Aufgaben wurden gelöst, alle gestellten Ziele erreicht, die Aufgaben erfüllt. Möglich wäre gewesen, wohl irgend etwas effektiver zu lösen. Ich sprach jetzt über die Inflation. Sie hätte niedriger ausfallen können, falls wir vielleicht schärfer und zielgerichteter gehandelt hätten, wenn alle Kräfte darauf ausgerichtet hätten, nicht nur den Wirtschaftsblock dafür mobilisiert hätten, sondern auch die gesellschaftlichen Organisationen und die politischen Strukturen. Warum? Weil das nämlich unter anderem auch die Ausgaben der Regierung betrifft. Die Frage besteht darin, daß diese Ausgaben begründet waren, aber wenn wir die Geschwindigkeit der Ausgaben erhöhen, dann kontrollieren wir sie nicht, das ist ein Gemeinplatz – selbstredend, ich sage hier nichts Neues: das spiegelt sich in der Inflation wieder. Aber es gibt natürlich objektive Daten. Dies ist der reine Zufluß an Privatkapital von dem ich sprach, der zum Teil natürlich sogenannt spekulativen Charakter trägt (ich unterstelle hier keinerlei bösen Willen). Diese Leute, die auf dem Markt spielen, sie haben natürlich recht. Mehr noch, die russische Wirtschaft war sogar in bekanntem Sinn für internationales Kapital ein stiller Hafen. Wir haben eine stabile Situation in der Wirtschaft, ebenso wie auch im politischen Bereich. Deshalb kommt das Kapital hierher. Aber das spiegelt sich in der Inflation wieder, ebenso wie die große Menge an Petrodollars. Zu diesem Zweck bewältigen die Zentralbank und die Regierung dennoch diese Aufgabe, vielleicht ist es wahrscheinlich möglich daß noch vieles zusätzlich getan werden könnte.

Der Kampf gegen die Armut. Ich zeigte die Entwicklung auf: die Entwicklung ist positiv. Wahrscheinlich wäre es möglich gewesen mehr zu tun. Vor allem betrifft dies natürlich die Situation der Rentner. Obwohl, wie die Renten unserer Bürger überarbeitet wurden, die auf Grundlage ihrer Berufsjahre noch während der Sowjetzeit bis 1991 gearbeitet hatten, erscheint die Art dieser Überarbeitung nicht die Beste zu sein. Wir stehen vor der Aufgabe auf dieses Problem zurückzukommen und auf wesentliche Art die Situation in der Rentenversorgung der Bürger in Russland zu ändern.

Und was das betrifft, was gemacht wurde und das was ich als positiv werte, werde ich jetzt nicht alles aufzählen. Ich denke, daß dieses gut bekannt ist und darüber habe ich schon gesprochen. Im wesentlichen, wir hatten kein geeintes Land, wir hatten nicht einmal eine Hymne auf dauerhafter Grundlage. Jedes Teil der Föderation hatte seine eigene hatte seine eigene Verfassung, die sich von der Verfassung der Russischen Föderation unterschied, wir waren kein geeintes Land. Wir haben die territoriale Integrität und Einheit unserer Regierung wiederhergestellt, wir haben eine Regierung wiedererschaffen. Wir haben das Ausgabenniveau der Bürger vor der Reformperiode erreicht und überschritten. Und – das ist in der Tat das wichtigste – wir haben die fundamentalen Grundlagen der russischen Wirtschaft auf eine absolut neue marktwirtschaftliche Basis gestellt. Wir sind überzeugt, daß wir einer der wirtschaftlichen Leader werden.

Derartige Resultate im Wachstum der Wertpapiere, dem Wachstum russischer Aktiva schlossen sich nur vereinzelte Länder in den vergangenen zwanzig Jahren an, dies sind vor allen Dingen asiatische Länder: Taiwan, Malaysia, Singapur, teilweise Thailand, China. In dieser Reihe steht selbstbewußt Russland, und das ist unsere größte Errungenschaft.

Was meine persönliche Auffassung betrifft – bin ich überzeugt, daß ich mich nicht vor Bürgern schämen muß, die zweimal für mich gestimmt haben, gewählt zum Präsidenten der Russischen Föderation. Alle diese acht Jahre habe ich geackert wie ein Galeerensklave, von morgens bis in die Nacht, und ich habe dies unter voller Verausgabung meiner Kräfte getan. Ich bin zufrieden mit den Resultaten meiner Arbeit.

N.Melikova, "Nesavisimaja Gazeta"('Unabhängige Zeitung'): Vladimir Vladimirovich, als Sie erst Präsident wurden, nannten Sie sich selbst ernannten Manager des riesigen Unternehmens Russland, genannt Vaterland. Ich möchte Sie hier und jetzt in diesem Auditorium fragen, unter den Leuten, die Sie Ihre Freunde und Kollegen nannten: sagen sie ehrlich, rechnen Sie sich selbst als guten Manager? Haben Sie immer nur die richtigen Entscheidungen getroffen – oder gab es solche Entscheidungen, die Ihnen Leid tun? Dennoch, aus Ihrer Sicht, ist der "Auftraggeber" zufrieden mit Ihrer Arbeit? Danke.

V.Putin: Nur daß ich meiner Meinung nach eine halbe Minute und nicht mehr als Zwei vergeuden werde, um ungefähr auf diese Frage zu antworten, die Sie tatsächlich noch einmal formuliert haben. Ich bin zufrieden mit den Resultaten meiner Arbeiten. Ich nehme an, daß der Auftraggeber – das russische Volk, der Wähler, der bei den Wahlen zum Präsidenten der Russischen Föderation zweimal für mich gestimmt hat, – vollständig zufriedengestellt wurde. Darüber sprechen Umfragen der öffentlichen Meinung und zum gegenwärtigen Moment das Niveau tatsächlicher Unterstützung des Präsidenten der Russischen Föderation.

Ich wiederhole, dennoch das wichtigste besteht in der Wiedererrichtung der Wirtschaft Russlands in der gegenwärtigen Zeit, auf neuer Grundlage, was sich auf die Einkommen der Bevölkerung auswirkt. Die Einkommen der Bevölkerung wachsen bei uns jedes Jahr um 10 bis 12 Prozent, aber ich sagte schon, die Gehälter stiegen um 16 und Bruchteile Prozente an. Das ist das wichtigste Resultat. Im Endeffekt müssen die Menschen dieses Resultat in ihrer eigenen Tasche spüren. Und ich denke, wir erreichen dieses Resultat. Es mag natürlich sein, daß alle diese schönen Ziffern makroökonomischer Indikatoren (Wirtschaftswachstum usw.) noch weit entfernt sind und sich nicht immer die konkrete Lebensqualität des Menschen verwandeln. Aber niemand kann sagen, daß wir, wie diese Qualität verbessert werden kann, nicht nachdenken. Und die Verwirklichung so genannter nationaler Projekte, wie eben gesagt, daß wir aktiv versuchen gerade in dieser Richtung zu handeln.

Und zum Ende, daß wir uns nicht an die Vergangenheit anketten, sondern an die Zukunft denken, und das ist das, was mir auch sehr wichtig erscheint. … … … usw.


Einstellung der Übersetzung abgebrochen.


Wer nun über sämtliche Teile der Pressekonferenz nachlesen möchte, findet zu den einzelnen Themen entsprechende Berichte bei RIA Novosti.
http://de.rian.ru/analysis/20080215/99342288.html
Mit der begonnenen Übersetzung ging es mir lediglich darum den Stil des Vortrages und den Stil der Fragen auch denen aufzuzeigen, die Russisch nicht verstehen und sonst auf westliche Hetzpropaganda angewiesen sind. Wie sehr diese Hetze boshaft und schmutzig ist, ist am ehesten aus einem Artikel über die US-Wahlen und deren rechtsradikaler Demagogie und Verunglimpfung zu entnehmen. Dies zeigt nicht nur das erschreckend niedrige Niveau der US-Propaganda – sondern hebt auch Präsident Putin als leuchtendes Beispiel bezüglich Fachkompetenz und Stil hervor.

Einerseits widerstrebt es mir, die Pressekonferenz nicht in voller Länge hier einzustellen, denn jedes Wort ist wichtig und wertvoll – und mag gerade in Deutschland Sehnsucht nach einer kompetenten Regierung aufkommen lassen. Die Offenheit und Ehrlichkeit in der Beantwortung der Journalistenfragen, die Wahrhaftigkeit Putins und die Übereinstimmung mit den realen Verbesserungen in Russland, läßt schmerzlich eine bessere Regierung in Deutschland vermissen. Putins hohe Sachkompetenz, seine unumwundene Geradlinigkeit und Offenheit in den Antworten gegenüber bohrenden Journalistenfragen wären ein leuchtendes Fanal für … aber dergleichen zu hoffen ist in Deutschland müßig, in Deutschland entwickelt sich die Binnenwirtschaft in Richtung Keller, die Regierung bemüht sich das Land zu entzweien – in extrem reich und extrem arm, d.h. den Vorgaben zu folgen, wie sie Kohl, Helmut, im August 1989 in einer Ansprache an das deutsche Volk im Ersten Deutschen Fernsehen aussprach: "… die Bundesrepublik muß weg von einem Hochlohn-Industrieland sich hinentwickeln zu einem Niedriglohn-Dienstleistungsland." Damit folgte Kohl, Helmut – wie auch heute noch das Merkel, Angela, den Vorgaben, wie sie von der US-Finanzelite für Deutschland bestimmt wurden, um Deutschland in den anglo-amerikanischen Herrschaftsbereich einzuverleiben. Dieses gleiche Schicksal war auch für Russland unter Boris Jelzin vorgesehen – konnte jedoch dank Präsident Putin im allerletzten Moment noch abgewendet werden. Mit entsprechender übler Nachrede reagiert nun die anglo-amerikanische Presse gegen Russland – und die deutsche Presse schreibt ohnehin nur, was ihnen von dort vorgegeben wird.

Heute ist Russland mit Präsident Putin das Bollwerk für die Freiheit der Menschheit geworden, denn solange sich keine allmächtige Weltregierung etabliert und es Länder gibt, deren Präsident als loyaler Patriot das Wohl der eigenen Bevölkerung zum Ziel hat, wird es keine weltweite Diktatur geben können. So profitiert sogar Deutschland von den Fortschritten in Russland – denn nicht jeder kann schließlich nach Russland auswandern.

Als Verfasser dieses Artikels genieße ich jedoch das völlige Gefühl der Freiheit in Russland, freie Information durch immerhin noch substantielle Pressefreiheit – rund 35% der Presse sind (lt. Spiegel-Recherche) in Russland NICHT durch die Regierung beeinflußt. Das ist ein für Deutschland traumhafter Wert, der schon seit langem der Vergangenheit angehört. Sie glauben es nicht? Dann kaufen sie sich bitte 10 deutsche Tageszeitungen des gleichen Tages … und vergleichen sie was in diesen gleichgeschalteten Medien steht. Da bedarf es schon des hier vorliegenden Wochen-Magazins Politik-Global, um ihnen Informationen zu bieten, die sie in der normalen deutschen Tagespresse vergeblich suchen. Das Wochenmagazin Politik-Global (WMPG) bezieht seine Informationen nicht nur von den üblichen Nachrichtenagenturen, sondern möglichst aus der lokalen Presse jeweiliger Länder.

Die Pressekonferenz in Moskau

Die gesamte Pressekonferenz umfaßt 58 Seiten (in Arial 11 pitch), von denen habe ich Ihnen liebe Leser 3 Seiten in Übersetzung in die deutsche Sprache eingestellt. Die gesamte Pressekonferenz ist ungekürzt schriftlich wiedergegeben (auf Russisch) unter:
http://www.kremlin.ru/appears/2008/02/14/1327_type63380type82634_160108.shtml
Außerdem besteht die Möglichkeit sich auf der vorbenannten Seite des Kreml die Original-Video-Datei bzw. eine MP-3 Tondatei herunterzuladen – man muß nur die russische Sprache beherrschen. Als Verfasser dieses Artikels bin ich mir dessen bewußt, daß dennoch diese in den deutschen Medien unterdrückte und verschwiegene Pressekonferenz die meisten Leser bei insgesamt 58 Seiten überstrapazieren würde. Daher habe ich nur einen ersten Teil als Stilprobe und kurzen Überblick übersetzt und eingestellt. Jedoch wird es sicher Interessierte geben, die zu einzelnen Themen dieser Konferenz gezielte Fragen haben – und diese Fragen werde ich gerne anhand der Antworten von Präsident Putin mit Übersetzungen beantworten.

Dazu gibt es die Möglichkeit hier unter "Diskussionsforum Politik-Global" (hier den Link anklicken) Fragen zu stellen, um Fragen oder Beiträge zu schreiben, müssen Sie sich registrieren – die Registrierung kann jedoch auch anonym erfolgen. Wahrheit ist immer etwas, das individuell wahrgenommen wird – entscheidend ist der Standpunkt. Beiträge sind in den im europäischen Raum wichtigen Sprachen möglich: Deutsch, Russisch, Französisch und Englisch. Eine Zensur erfolgt nicht – außer – wir legen Wert auf höflichen und respektvollen Umgang miteinander. Beleidigende Beiträge und Beiträge mit proletenhaftem Umgangston oder anderweitige unsittliche Äußerungen werden gelöscht und der Teilnehmer wird gesperrt, ebenso wie die in der mainstream-Presse verbreiteten Auftragsschreiber von PR-Agenturen.

Versichern darf ich Ihnen jedoch als sogenannter deutscher 'Wessie' alter deutscher Familie aus eigener Anschauung und Erfahrung, daß das von Präsident Putin Gesagte der Realität entspricht. Zu Beginn seiner ersten Präsidentschaft stand ich ihm noch sehr skeptisch gegenüber – er hat mich jedoch mit allen seinen Entscheidungen und Handlungen überzeugt. Es genügt sich das Russland von heute anzusehen, um das enorme Pensum seiner Leistungen zu begreifen.


© Rumpelstilz Politik-global 16-02-2008

Mittwoch, 20. Februar 2008

Präsidentschaftswahlen in Russland am 2. März



mit Aktualisierung / Nachtrag vom 14.2.2008 am Ende des Artikels

Russland bietet OSZE

Einreise am 20-2-2008



OSZE lehnt dies für

Wahlbeobachtung

als zu spät ab


Die Präsidentschaftswahl in Russland findet erst am 2. März statt – also zwei Wochen Vorbereitungszeit hätte der OSZE eigentlich genügen sollen. Was aber sind die eigentlichen Hintergründe des Ablehnens der OSZE zur Wahlbeobachtung ?

Die OSZE garantiert keinesfalls einen regulären Ablauf der Wahl. Das war bereits in Kenia ersichtlich. Und bei den Wahlen in Georgien diente die Anwesenheit der OSZE-Beobachter lediglich der Schein-Legalisierung eines Wahlbetruges, gegen den noch Wochen danach die Bürger Georgiens vor der US-Botschaft in Tiflis wegen der US-Unterstützung beim Wahlbetrug protestierten. Zuerst bescheinigte die OSZE der Wahl in Georgien einen regulären Ablauf. Als jedoch publik wurde, daß Exit Polls stattfanden, die das Auszählergebnis von 100% und mehr der Wahlberechtigten ad absurdum führten, bei Stimmauszählungen Prozentzahlen von 25% als 52% für Saakaschwili wiedergegeben wurden – erst dann räumte zaghaft der deutsche – aber nur der deutsche OSZE-Wahlbeobachter ein, daß bei der Wahl Unregelmäßigkeiten vorgekommen seien. Die Wahlbeobachter noch US-freundlicherer Länder bescheinigten die volle Korrektheit der Wahl.


Also WAS ist eigentlich die OSZE ?

Die OSZE erweist sich als in besonderem Maße den US-Interessen verbunden, ja als Instrument US-amerikanischer Propaganda – getreu dem Motto: "wessen Brot ich eß', dessen Lied ich sing". Die OSZE garantiert jedoch keineswegs die Legitimität einer Wahl.In Anbetracht dieser Vorfälle, bei denen jeweils US-unterstützte Präsidenten mittels Wahlbetrug in das Amt gebracht wurden, stand jedesmal die OSZE hilfreich zur Seite. Nun erklärt sich die DUMA in Russland enttäuscht darüber, daß die OSZE ihre Präsenz bei der Präsidentschaftswahl in Russland abgesagt hat.

Weshalb diese Absage der OSZE ?

Einer Wahl, die unter Beobachtung der OSZE stattfindet, können Westmedien nur schwer die Rechtmäßigkeit absprechen – wohl aber, wenn über die OSZE lauthals verkündet wird, eine Wahl sei nicht unter korrekten Bedingungen abgelaufen – oder man habe ihr schon gar nicht die Einreise erlaubt. Nur hat Russland der OSZE die Einreise erlaubt – zwei Wochen vor der Wahl – und die OSZE hat die Wahlbeobachtung abgelehnt, weil sie gerne noch fünf Tage früher eingereist wäre. Zwei Wochen sollten jedoch genügen, um sich jeweils an Ort und Stelle zu begeben – schließlich reist man in Russland nicht mit dem Maultier.

Fadenscheinige Begründungen sollen nun dazu dienen, von Behinderung zu sprechen und Russland den Status eines zivilisierten Landes abzusprechen.


Parlamentarische Versammlung des Europaratesschickt
30 Beobachter zur Russland-Wahl
08/ 02/ 2008


MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Die Parlamentarische Versammlung des Europarates wird zur Präsidentenwahl in Russland trotz deren Boykotts durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) 30 Beobachter entsenden.Das teilte der Chef der Vor-Wahlmission der Parlamentarischen Versammlung, Andreas Gross, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Moskau mit. "Wir hatten eine Einladung bekommen.Darauf traf das Büro der Parlamentarischen Versammlung den Beschluss, 30 Experten nach Russland zu delegieren. Dieser Beschluss wird erfüllt", sagte Gross. Die Präsidentenwahl in Russland findet am 2. März dieses Jahres statt.

In Russland ist die Presse freier als in Deutschland – und sogar der Russe ist trotz 70 Jahre währender Diktatur unter dem Sozialismus mehr auf seine demokratischen Rechte bedacht, als der lethargisch an den Fernsehsessel gewöhnte Deutsche. Klaglos hat der Deutsche 1989 hingenommen, als Kohl in seiner August-Fernsehansprache verkündete: "die Bundesrepublik muß sich wegentwickeln von einem Hochlohn-Industrieland und hinentwickeln zu einem Niedriglohn-Dienstleistungsland". Im Sessel vor dem Fernseher meinten die Deutschen, es beträfe nur den Nachbarn – aber nicht ihn selbst. Und heute ? Heute mit Hartz-IV und im günstigsten Fall mit einer Zwangsarbeit zu '1,00 Euro' Stundenlohn schämt er sich, erduldet still und hält's Maul – der Nachbar könnte ja erfahren, was wirklich mit ihm los ist. So verzichtet der Bundesbürger auch, die Wahlen in Deutschland überprüfen zu lassen – und die eifrigen Beamten verweigerten bei der Wahl in Hessen die Wahlbeobachtung durch den CCC wegen Einführung von Computer-Wahlmaschinen, die in Holland wegen nachgewiesener Manipulation abgelehnt wurden.

Deutscher ! Bleib' in Deinem Sessel sitzen ! Lasse Dich von Merkel und Konsorten weiterhin anlügen, es ginge bergauf mit der Wirtschaft und irgendwann findest auch Du wieder eine richtige Arbeit – aber während dessen wirst Du älter und älter – und die Wirtschaft wächst nur im Export mit ins Ausland verlagerten Arbeitsplätzen. Im Inland jedoch schrumpft die Wirtschaft Jahr um Jahr. Über 10 (zehn) Millionen sind bereits aus dem Erwerbsleben ausgegrenzt. Glaube nur weiterhin an "freie" Wahlen in Deutschland. Noch nicht einmal die OSZE überwacht die Wahlen in Deutschland – und wenn der CCC eine Wahl mit Computer-Wahlmaschinen in Deutschland überwachen will, so wird gegen die Wahlbeobachter Strafantrag wegen Behinderung der Wahl(fälschung?) gestellt. Der Fall wurde bei der Hessen-Wahl in Obertshausen aktenkundig.Wahlmaschinen wurden auch in den USA benutzt, um die Präsidentschaftswahlen zu manipulieren (nachgewiese Fälle in den Bundesstaaten Florida und Ohio). Aber in dem angeblich zivilisierten Land USA (wie auch BRD) bedarf es ja keiner Legitimierung durch die OSZE. Also ist die OSZE-Truppe doch nur eine Theater-Truppe.

Russen – und auch Georgier – sind jedoch wesentlich wachere Demokraten. Sie organisieren ihre Exit Polls selbst, sie überwachen ihre Wahlen selbst. Ein Land, wie die frühere Sowjetunion, in der Demokratie während vieler Jahrzehnte abgeschafft war, hat zu einem Erwachen demokratischen Verständnisses geführt. Dort bleibt kaum jemand im Fernsehsessel sitzen. In Russland hat der dortige Präsident das Land wirtschaftlich real wieder nach vorne gebracht. Die Arbeitslosenziffer in Moskau beträgt ca. 1% (ein Prozent) und Löhne und Gehälter steigen kontinuierlich und rapide an. Längst sind es die russischen Arbeiter, die in der Türkei die Hotels und Strände bevölkern – und die reichen Russen kaufen ihre Villen in Mabea oder Baden-Baden.

Die US-dominierten Länder sprechen Russland jedoch die Demokratie ab, ihnen ist nicht geheuer, daß ein Präsident wegen seiner Erfolge eine Zustimmung in der Bevölkerung erhält, die über 70% beträgt. Der für die Wahl in Russland nominierte Kandidat Medwedew ist bis jetzt oberster Chef des Staatsunternehmens Gazprom und wird von Präsident Putin als sein Kronprinz, sein bevorzugter Kandidat empfohlen. In Umfragen erreicht er eine Zustimmung von nahezu 80% ! Also WAS will die OSZE dabei überprüfen? Ob er nun 76, 78, 80 oder 82% der Wählerstimmen auf sich vereinigt?

Parlamentarier des Europarates

verurteilen Präsidentenwahl

in Russland bereits im Vorfeld

als ungerecht

08/ 02/ 2008MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Die bevorstehende
Präsidentenwahl in Russland kann laut der Wahlmission der Parlamentarischen
Versammlung des Europarates kaum als gerecht bezeichnet werden.

"Bei dieser Wahl werden keine gleichberechtigten Bedingungen für die
Kandidaten geschaffen... Eine Wahl, bei der vor den Kandidaten während ihrer
Registrierung beinahe unüberwindliche Hindernisse aufgetürmt werden, kann nicht
als eine freie Wahl betrachtet werden", begründete die Mission ihre Prognose.

Eine Wahl, bei der nicht für alle Teilnehmer gleiche Bedingungen
geschaffen werden, kann nicht als gerecht gelten, heißt es in einer am Freitag
in Moskau veröffentlichten Erklärung der Mission. Die Experten des Europarates
hatten vom 6. bis 8. Februar zu einem Besuch in Moskau geweilt.

Natürlich ist die Wahl ungerecht ! ! Keiner der anderen Kandidaten kann in seinem Regierungstandem auf ähnliche Erfolge verweisen, wie das Tandem Medwedew / Putin. Aber vielleicht hätten sich die Parlamentarier eine Schlammschlacht wie in den USA gewünscht, wo weder Obama, noch Clinton und auch nicht McCain das Land führen werden, sondern der Council on Foreign Relations und mit ihm David Rockefeller. Ihm hat der künftige Präsident der USA zu gehorchen. Ist dieses Machiavelli-System etwa bereit die wachsende Armut in den USA zu bekämpfen?


Dmitri Medwedev ist 42 Jahre jung, stand dem größten Unternehmen Russlands vor, gilt als Wirtschaftsliberal – gehörte nicht den staatlichen Machtstrukturen an (wie z.B. dem Geheimdienst – obwohl das Wissen und die Kenntnis aus diesem Bereich für die Staatsführung sich schon bei Präsident Putin als dem Land als nützlich erwiesen hatten). Medwedew als Kandidat läßt erwarten, daß sich das Land Schritt für Schritt in eine Real-Demokratie (demokratischer und freiheitlicher als die BRD) entwickeln wird.


Präsident Putin hat die Linien bis zum Jahr 2020 umrissenZitat RIA Novosti:

Russland: Scheidender Präsidet Putin skizziert

Enwicklungsstrategie des Landes bis 2020


MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Der russische Präsident Wladimir Putin, der im Mai nach acht Jahren sein Amt niederlegt, hat am Freitag für die Konzipierung einer neuen Sicherheits- und Wirtschaftsstrategie des Landes plädiert. "Für die Festigung der nationalen Sicherheit ist eine neue Strategie zur Entwicklung der Streitkräfte bis zum Jahr 2020 notwendig", sagte er in einer erweiterten Sitzung des Staatsrates, in der die Entwicklungskonzeption Russlands für die kommenden zwölf Jahre behandelt wurde. Russland dürfe sich jedoch nicht zu einem Rüstungswettlauf provozieren lassen, der es entkräften würde, so der Staatschef.

Rohstoffszenario hat keine Zukunft

Putin betonte, dass Innovationen für Russland die einzig mögliche Alternative zum Rohstoffszenario seien."Die Strategie der innovativen Entwicklung des Landes stützt sich auf das menschliche Potential, auf die effektive Anwendung des Wissens und Könnens der Menschen", sagte Putin in der Sitzung.

Goldenes Zeitalter für Russlands Wirtschaft

Putin äußerte, ein goldenes Zeitalter für Russlands Wirtschaft zu erwarten.Die russische Wirtschaft steht im Vergleich zu Ende der 90er Jahre deutlich besser da und gehört heute zu den sieben führenden Wirtschaften in der Welt."In den vergangenen acht Jahren stiegen die akkumulierten ausländischen Investitionen in die russische Wirtschaft um das Siebenfache an. In der vorangegangenen Periode betrug der reine Kapitalabfluss jährlich zehn bis 20 und mitunter auch 25 Milliarden US-Dollar", sagte Putin.



Putin wies darauf hin, dass beim Kapitalzufluss heute ein Rekord in Höhe von 82,3 Mrd. US-Dollar zu verzeichnen sei. Laut Putin nahm die Kapitalisierung des russischen Marktes um das 22-fache gegenüber 1999 zu."Der Umfang des russischen Bruttoinlandsproduktes erreichte im vorigen Jahr 1,33 Billionen Rubel (ein Euro entspricht 36 Rubel). Bei dieser Kennziffer ist Russland Mexiko, Brasilien und Südkorea voraus", betonte der Präsident.

Putin zufolge muss Russland in Zukunft weltweit die attraktivsten Lebensstandards bieten.

Problem: Niedrige ArbeitsproduktivitätRussland muss laut Putin bis zum Jahr 2020 jedoch dieArbeitsproduktivität auf das Vierfache steigern."Innerhalb von zwölf Jahren muss in den Hauptsektoren zumindest einevierfache Steigerung dieser Eckziffer erzielt werden", äußerte er.Bei der Arbeitsproduktivität liege Russland hinter den anderen Ländernnoch weit zurück, sagte Putin. "Das Hauptproblem der russischen Wirtschaft ist deren deutlich ausgeprägte Ineffizienz ", so der Staatschef.

Nach Angaben des russischen Wirtschaftsministeriums liegt das Wachstumstempo der Arbeitsproduktivität in Russland gegenwärtig um etwa 66 Prozent hinter dem Wachstum der Löhne zurück.

Senkung der Steuerlast notwendig

Putin hat sich zudem für eine einheitliche und möglichst niedrigeMehrwertsteuer ausgesprochen. Ihm zufolge muss das Steuersystem vereinfacht und die Möglichkeit einer willkürlichen Deutung der Gesetze minimiert werden.

Staatlicher Wirtschaftssektor geht über die Kräfte des Landes

Putin hat sich für die Kürzung des staatlichen Sektors in der russischen Wirtschaft und für eine aktive Mobilisierung von Privatinvestitionen geäußert."Ein derart großer staatlicher Sektor geht über Russlands Kräfte",sagte er in der Sitzung.

Keine Kompromissbereitschaft des Westens bei Konflikt um KSE-Vertrag

Bei seinen westlichen Partnern vermisse Russland, so Putin, realeSchritte, die von Bemühungen um einen Kompromiss um den Vertrag über diekonventionellen Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) zeugen würden."Wir werden faktisch zu Gegenschritten gezwungen", betonte er. Russland komme jahrzehntelang den internationalen Verpflichtungenstrikt nach, sagte Putin weiter. "Wir erfüllen alle internationalenVereinbarungen, darunter auch die im Sicherheitsbereich, sowie dieinternationalen Abkommen, insbesondere den Vertrag über Rüstungskontrolle inEuropa - den KSE-Vertrag", sagte der Präsident."Unsere Partner aus dem Nordatlantikpakt haben einige Dokumente nicht ratifiziert und erfüllen sie auch nicht, dabei fordern sie von uns eine weitere einseitige Erfüllung", so Putin.

Mit politischer Rechtlosigkeit des Volkes wurde Schluss gemacht

Während seiner Amtszeit wurde "mit der politischen Rechtlosigkeit desVolkes Schluss gemacht", stellte Putin fest. Die Praxis von Beschlussfassungennach einem Diktat von Monopolen, Oligarchengruppen, Medienmagnaten undhemmungslosen Populisten konnte überwunden werden.

Land ist geeint

Außerdem konnte der Separatismus russischer Regionen überwunden werden,so der Präsident. Vor acht Jahren hatten sich einige Regionen als souveräneStaaten positioniert, die "mit der Russischen Föderation nur assoziiert seien". In den meisten Teilen der Föderation galten Gesetze, die der russischenVerfassung widersprachen."Nun ist der Separatismus zurückgewichen, während dem Terrorismus entscheidende und vernichtende Schläge versetzt wurden", betonte Putin.

Nicht zum Schaden Russlands handeln

Putin betonte, dass die russische Gesellschaft gemäß dem Prinzip"Nichts zum Schaden Russlands und seiner Bürger" handeln müsse."Unverantwortliche Demagogie und Versuche, die Gesellschaft zu spaltensowie im Zuge des innenpolitischen Kampfes ausländische Hilfe und Einmischung zunutzen, sind nicht nur unmoralisch, sondern auch gesetzwidrig", so derPräsident.

Putin wird möglicherweise die von ihm vorgeschlagenen Reformen selbstumsetzen:

Er willigte ein, das Amt des Premierministers zu übernehmen,sollte der Erste russische Vizepremier und Präsidentenkandidat Dmitri Medwedewdie Wahl am 2. März gewinnen.

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Da ich als deutscher Verfasser des Artikels Russland ein ganz klein wenig kenne und die rasanten Fortschritte Russlands – Fortschritte in jeder Beziehung – mit eigenen Augen beobachten konnte, so bin ich felsenfest davon überzeugt, daß das Tandem des künftigen Präsidenten Medwedew und des künftigen Premierministers Vladimir Vladimirovich Putin auch weiterhin nur das Beste für Russland unternehmen werden.

Russland braucht keine OSZE

Russland benötigt für seine Wahl keine OSZE, selbst dann nicht, wenn sich die DUMA, d.h. das russische Parlament über die OSZE-Absage enttäuscht zeigt. So oder so wird von den USA zu und nach den Wahlen in Russland ein Gezeter und Geschrei erhoben werden. Eben um dieses Gezeter unberechtigter Anschuldigungen geht es bei der Absage der OSZE, den Wahlen in Russland den Stempel der Legitimität zu geben. Die Wahl selbst ist eine reine Formsache – solange eben über 75% der Bevölkerung für den Kandidaten Medwedev ist.

Das OSZE-Theater ist nichts anderes, als ein in US-think-tanks ausgedachtes Programm, um Russland in den Rockefeller-Foundation beherrschten West-Medien als undemokratisch hinzustellen (es gibt nur noch ganz seltene, vereinzelte freie Presse-Verlage im Westen – während in Russland, wie vom 'Der Spiegel' festgestellt, über 35% der Presse FREI ist !). Nehmen wir also ganz gelassen die Propaganda-Welle hin, die sich gegen Russland über den Westen ergießen wird – es ist nichts anderes als Propaganda!

Zu dieser Propaganda gehören Szenarien wie eine russische Aufrüstung – dabei rüsten die USA und die NATO auf, so wie die USA rings um Russland Raketenstellungen aufbauen (das Öl des Iraks scheint den USA nicht zu genügen – sie wollen auch das Öl Russlands), die frühere Sowjetunion wurde in ihre Bestandteile zerlegt und Russland verfügt nur noch über das Territorium der Russischen Föderation – aber selbst das ist den USA noch zu viel, sie beabsichtigen die Russische Föderation nochmals in 5 (fünf) separate Staaten zu zerlegen – nach dem Motto: "teile und herrsche". Jedoch ist nicht mehr die US-Marionette Jelzin in Russland Präsident, sondern Präsident Putin hat das Land wieder stabilisiert und zu neuem Aufschwung gebracht.

Neue Szenarien um Russland zu diskreditieren, scheinen sich auch mit der Ukraine aufzubauen. Dabei hat die Ukraine Gas bezogen, das sie nicht bezahlt hat. Die Schulden belaufen sich inzwischen auf 1,5 Milliarden USD, d.h. auf über 1 Milliarde Euro. Der Ukraine wird im Falle des Nichtbezahlens eine weitere Belieferung versagt. Dabei ist anzunehmen, daß die Ukraine dann wiederum das Gas stehlen wird – so wie schon vor zwei Jahren, als dann die US-Propagandamaschine die Presse und gekaufte Abgeordnete dazu brachte, Russland als unzuverlässigen Lieferanten hinzustellen. In Wahrheit steckte jedoch die USA hinter dem Gasdiebstahl und damit der weniger in Westeuropa eingetroffenen Gasmenge. Aber merkt der Deutsche überhaupt, was die Wahrheit ist?

Warten wir also ab, welches die nächsten Schritte aus dem Rockefeller-think-tank sind, aber seit Rockefeller und Rothschild nicht die Sibirischen Ölquellen über den Mittelsmann Chodorkovski bekommen konnten, führen die USA einen ununterbrochenen Propagandakrieg gegen Russland und die Russische Regierung. Dabei ist das OSZE-Theater nur eines der Mittel, um über Russland herzuziehen. Aber wie lange behält die westliche Propaganda-Presse noch einen Funken an Glaubwürdigkeit?Wer sich umfassender informieren will, erhält – wie ich meine – unparteiischere Nachrichten über die auch auf Deutsch schreibende Nachrichtenagentur RIA Novosti:http://de.rian.ru/

NACHTRAG vom 14.2.2008

Zum Anlaß der heutigen Pressekonferenz von Präsident Putin veröffentliche RIA Novosti unter anderen Nachrichten auch die Stellungnahme Präsident Putins bezüglich der OSZE, in dem er den Westen und die OSZE schärfstens kritisiert.

Vielleicht ist in meinen Augen deshalb die Presse in Russland frei, weil Entscheidungen in Russland der Logik folgen - und es genügt, unter der Prämisse 'zum Wohl des Landes zu handeln' einfach logisch zu denken. Nun ließe sich vielleicht behaupten, es sei Vermessenheit von mir, als Herausgeber von Politik-Global, zu verkünden, Russland habe sich nicht um eine OSZE zu kümmern, die DUMA habe sich nicht wegen der Ablehnung der OSZE nach Russland zu kommen, besorgt zu zeigen - aber es entspricht schlichtweg der Logik.

Aus diesem Grund hat es mich heute besonders gefreut, nachstehende Nachricht von RIA Novosti über die Pressekonferenz von Präsident Putin zu lesen:

Putin: Die OSZE ist seit langemreformreif

Russland wird niemandem erlauben, ihmdie Bedingungen aufzuzwingen, unter welche es keine Unterschrift gesetzt hat,und wird nach wie vor allen auf sich genommenen Verpflichtungen nachkommen. Das machte der Präsident der Russischen Föderation Wladimir Putin auf seinerJahrespressekonferenz im Kreml deutlich, indem er die Frage bezüglich derWeigerung des OSZE-Büros für demokratische Institute und Menschenrechte (ODIHR) und der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, ihre Vertreter zurPräsidentenwahl in Russland zu entsenden, beantwortete.
"Die OSZE ist seit langem reformreif", sagtePutin und fügte hinzu, dass "Russland die im Rahmen dieser europäischenStrukturen übernommenen Verpflichtungen in vollem Umfang erfüllen wird, während die OSZE- Strukturen ihm die Bedingungen aufzuzwingenversuchen".

Tatsache ist, daß in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg eine Vielzahl von NGOs gegründet wurden. Etliche von ihnen waren Organisationen zur Stabilisierung des West-Systems, andere gingen auf Privatinitiativen zurück (z.B. Greenpeace, Amnesty International, u.v.a.m.) die ihre Gründung dem Idealismus ihrer Gründer verdankten. Aber sie alle sind samt und sonders durch finanzielles Sponsoring im positivsten Fall auf einem Auge blind geworden - nämlich dem Auge der West-Interessen, dem Auge der Machtausweitung zugunsten einer anglo-amerikanischen Hegemonie. Bei direkter Beteiligung durch Mitglieder des IRC jedoch sind diese Organisationen zu paramilitärischen Erfüllungsgehilfen der monströsesten Finanzinteressen einiger weniger Familienclans des 'One-World-Government' geworden.


Zugegeben, in einer marktwirtschaftlichen Weltordnung kommen selbst die positivsten und idealistischsten Organisationen nicht ohne Beiträge oder ohne Sponsoring aus, denn alles kostet Geld, aber Idealismus macht viele Aktivitäten erst möglich. Das Gewissen jedoch sollte nie käuflich werden - und dieser Vorwurf richtet sich an Organisationsteilnehmer der OSZE ebenso wie an die Schreiberlinge in der mainstream-Presse.


© Rumpelstilz Politik-Global 8-2-2008 und Nachtrag vom 14-2-2008